Schnuller/ Sauger/ Hütchen

Schnuller, Sauger, Hütchen

1,5 Mill. Kinder sterben jährlich weltweit direkt an den Folgen der Babynahrung:

·        Flaschennahrung ist nie steril

·        Sie hat genmanipulierte Bestandteile – Deklaration ist nicht Pflicht

·        Kupfergehalt – einige Chargen von Hipp 1 HA hatten 2000 einen zu hohen Kupfergehalt

·        Natrium, Schimmel wurden auch schon in Getreidebreien gefunden

·        Creutzfeld- Jakob -Zunahme der Erkrankungen in GB 

 

Babynahrung kostet im ersten Halbjahr 600.- bis 750.-Euro

 

Comformil u. Ä. wurde der Milchzucker entzogen. Kein Mensch weiß, wie sich das auf ein Lebewesen auswirkt, dass auf Milchzucker angewiesen ist.

Deshalb sollte solche Nahrung laut Koletzko nur über Apotheken zu beziehen sein.

( Quelle: G.Niendl, Ausbildungsseminar IBCLC 02/03 )

 

Papua Neu Guinea: Hier gibt es Formulanahrung nur auf Rezept.

Brasilien: Hier dürfen keine Babyfotos auf Ersatznahrung abgedruckt werden.

 

SCHNULLER

 Wer braucht ihn? Die Eltern – das Kind?

Kaum ein Säugling akzeptiert von Anfang an den Schnuller.

Der Schnuller soll für die Eltern die Aufgabe übernehmen, den Säugling zu beruhigen.

Ersatz für menschliche Zuwendung.

 

Direkte Folgen des Schnullers können sein:

1.      Saugverwirrung

1.1Die Verwendung eines Schnullers kann in den ersten Wochen zu einer Prägung darauf führen..

1.2Die Technik des Saugens ist anders, als an der Brust

1.3Der Säugling muß den Mund nicht so weit aufmachen, um den Sauger aufzunehmen.

1.4Die Zunge ist beim Schnuller saugen hinter der unteren Zahnleiste, an der Brust auf der unteren Zahnleiste.

1.5Das Kind schafft es evtl. nicht , den Mund adäquat für das saugen an der Brustzu öffnen und ausreichend Brustdrüsengewebe in den Mund zu nehmen,

1.6Dadurch evtl. wunde Mamillen, falsches Erfassen der Brust.

1.7Nicht effektives Saugen

 

2.      Nutritives/non-nutritives Saugen

2.1Beides ist für die Milchbildung unerlässlich!

2.2Wird das non-nutritive Saugen durch den Schnuller ersetzt, unterbleibt die notwendige Stimulation an der Brust zur Regelung des Nahrungsbedarfs nach dem Angebot/ Nachfrage Prinzip.

2.3Die Anpassung der Milchmenge an den Bedarf findet nicht statt.

2.4Frühes Zufüttern / Abstillen sind die Folge ( belegt durch viele Studien )

 

3.      Saugverwirrung

3.1Befriedigt ein Säugling sein Saugbedürfnis am Schnuller, können sich die Abstände zwischen den Stillmahlzeiten verlängern.

3.2Der Säugling erhält zuwenig Milch

3.3Evtl. schleichend mangelnde Gewichtszunahme (Eltern merken es spät).

3.4Bekannte Folgen von mangelnder Nachfrage.

 

4.      Keimbesiedlung erhöht

4.1Schnuller kann nicht absolut sauber gehalten werden.

4.2Die Keime vermehren sich (feucht/warmes Milieu)

4.3Soor kommt häufiger vor.

4.4Häufiger Otitis media, weil die Bakterien leicht vom Rachen zum  Mittelohr vordringen können und der Mund beim Saugen am Schnuller nie richtig geschlossen ist (Belüftung).

 

5.      Milchstau/ Mastitis

5.1Bei Schnullerkindern durch längere Stillpausen häufiger.

 

6.      Durch die monotonen Bewegungen des Schnullersaugens wird die Wachsamkeit des ZNS herabgesetzt.

6.1Lernerfahrungen finden eingeschränkter statt.

6.2Eine Stimulation der Großhirnrinde, die zur Entwicklung des unreifen Gehirns notwendig ist, unterbleibt.

6.3Schnuller leistet ersten Beitrag zur Verödung der aktiven Sinne.

 

7.      Fruchtbarkeit der Mutter

7.1Durch Schnullersaugen weniger Zeit an der mütterlichen Brust.

7.2Dadurch ist die Unterdrückung der mütterlichen Fruchtbarkeit eingeschränkt.

7.3LAM evtl beeinträchtigt.

 

8.      Sonstiges

8.1Häufiger Kieferfehlstellungen.

8.2Ungünstigere Mundatmung.

8.3Offene Mundhaltung begünstigt eine schlechtere Körperhaltung und damit Rückenprobleme.

8.4Häufiger Polypen.

8.5Häufiger logopädische Behandlung bzw. Zahnkorrekturen notwendig.

8.6Risiko einer Latexallergie: Schnuller können Naturlatex enthalten.

 

FAZIT:

Muttermilch ist das allergenärmste Nahrungsmittel für den Säugling.

 

In 40g Formula- Säulingsmilch ist die gleiche Menge des Hauptallergens Beta-Laktaglobulin wie in 8000 Liter Muttermilch!

Eine Mutter müsste ihr Kind 19 Jahre stillen, um es mit der gleichen Menge an Allergenen zu belasten!

 

Sicher ist der Schnuller nicht schuld an allen Problemen. Angesichts der möglichen Folgen des Schnullergebrauchs sollte man dessen Einsatz jedoch kritisch überdenken.

 

Deshalb sollten wir uns sehr bemühen, einer stillwilligen Mutter das stressfreie, ausschließliche Stillen ohne Schnuller zu ermöglichen!

 

Quelle: Gudrun von der Ohe, IBCLC , Ärztin, in: Laktation und Stillen 3/99